Leon Ritter, der neue Gerichtsmediziner auf meinem Tolino

 

Im Zuge von einigen Worten über Die Party habe ich ja schon berichtet, dass ich unterwegs war und mein aktuelles Buch zu dick und zu schwer für mein Handgepäck war. Allerdings reichte Die Party leider nicht für die ganze Zugfahrt und bevor ich mich langweilte, beschloss ich noch ein Buch aus meinem digitalen SUB und für meine SUB Alphabet Challenge zu lesen 🙂

 

Tödlicher Lavendel

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Tödlicher Lavendel von Remy Eyssen erschien beim Ullstein Verlag und ist nun fast drei Jahre alt. Ich würde sagen, da lohnt es sich, endlich mal rein zu schauen. Und ich habe mehr als hinein geschaut, wie ihr bald merken werdet 😉

Der Gerichtsmediziner Dr. Leon Ritter bekommt das Angebot einer Klinik in der Provence, um dort in der Pathologie tätig zu sein. Er freute sich auf einen schönen Job in der Sonne, mit entspannten Fällen und viel Urlaub. Doch was er wirklich bekam, war ein grausiger Fall direkt nachdem er angekommen war.

Man hatte ein kleines Mädchen kurze Zeit nach ihrem Verschwinden verstümmelt im Wald gefunden. Aus diesem grausigen Fund entwickelt sich ein verzwickter Fall, der Leon vor scheinabr unlösbare Aufgaben stellt. Er muss nicht nur ständig mit den Polizisten vor Ort um eine anständige Ermittlungsarbeit kämpfen, er wird auch noch persönlich involviert.

Schließlich muss er feststellen, dass nichts ist, wie es scheint.

 

 

Gerichtsmediziner sind ja eigentlich nicht so mein Fall

 

 

In den meisten Büchern und Serien finde ich Gerichtsmediziner als Protagonisten recht langweilig. Die Einzige, deren Geschichten ich mit voller Spannung verfolgt hatte, war Temperance Brennan von Katy Reichs.
Allerdings hat Dr. Ritter scheinbar das Bedürfnis, sich mehr zu engagieren als es für einen Gerichtsmediziner üblich ist. Dadurch bekommt man als Leser einen interessanteren Einblick, als nur die Pathologie. Auch scheint er das Talent zu haben, sich selbst in Schwierigkeiten zu bringen. Das fand ich bei Beatrice Kaspary von Ursula Poznanski ganz charmant und bei Leon Ritter auch. Also kann man zu der Geschichte sagen, dass sie einen mit Persönlichkeit einfängt und dann mit dem spannenden Fall fesselt. Wobei ich von Anfang an eine Vermutung hatte, wer der Täter sein könnte und auch Recht behielt, war es dennoch Agatha Christie mäßig spannend, weil man zwischenzeitlich beinahe jeden verdächtigen konnte. Quasi Cluedo als Buch 😉

 

 

Leon, der Held

 

 

Leon ist eigentlich ein sehr entspannter Typ. Er ist sehr ruhig und versucht auch nie aufzubrausen. Dazu ist er aber auch sehr mutig und setzt sich für die Schwächeren ein, wenn er es kann. Das macht ihn wirklich sympathisch. Auch seine angedeutete Vergangenheit und sein aktuelles Verhalten geben seinem Charakter tiefe.
Was man noch sagen sollte, das stille Wasser sehr tief sind! Nicht nur Leon, der Held. Leon, der Hengst 😉 Jaja. Hab ich eure Aufmerksamkeit? Also er und die Frauen, das ist schon so ein eigenes Kapitel. Nicht, dass er ein Aufreißer wäre, aber scheinbar fliegen ihm die Herzen zu. Und wenn er dann für das Töchterchen der Frau auch noch der Held sein kann, dann umso besser 🙂

 

 

Plump, aber Urlaubsreif

 

 

Sprachlich war das Buch jetzt keine Bombe. Man braucht die ein oder andere Seite, um sich einzufinden. Besonders weil französische Straßennamen beinahe im Überfluss verwendet werden und französische Titel vom Doktor, Polizeichef und so weiter. Da muss man sich erst einmal dran gewöhnen. Allerdings bekommt an Lust auf Urlaub. Auch wenn ich noch nie das Bedürfnis hatte, in die Provence zu fahren, lädt das Buch doch gerade dazu ein. Naja bis auf die Morde 😉

 

5 Herzen für Leon Ritter

 

 

Isabelle Morell, was für eine coole Polizistin

Moma, aber Hallo 🙂 Noch so ein toller Charakter

Provence ich komme. Vielleicht auch nicht, weil ich gar kein Französisch kann, aber ich denke darüber nach.

♥ Natürlich kann ich hier meinen neuen Lieblingsgerichtsmediziner nicht vergessen, Leon Ritter

Urlaubsfeeling trotz Mordserie 🙂

 

 

Im Fazit lässt sich sagen, dass es gute Sommer– und Unterhaltungslektüre ist, für alle, die auf Krimiunterhaltung stehen. Die Fälle sind nicht nur was für hartgesottene Krimileser, sondern auch für Krimieinsteiger. Außerdem ist der Anteil am Privatleben von Leon Ritter sehr hoch, sodass man zwischen den ekligen Parts sich ein bisschen erholen kann.

 

 

Ella

 

 

Bibliographische Informationen

 

 

Titel Tödlicher Lavendel
Autor Remy Eyssen
Reihe Leon Ritter
Genre Kriminalroman
Format broschiertes Taschenbuch
Seiten 464
Erscheinungsdatum 08.04.2015
eBook? ja!

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